Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wenn ich als Kind ständig von alten Leuten zu hören bekam „Im Leben wird dir nichts geschenkt. Man muss sich alles hart erarbeiten. Ohne Fleiß kein Preis.“

Kommt dir das bekannt vor? Man rackert sich ab, fällt vor lauter Müdigkeit ins Bett und der Preis hat nichts mit Leichtigkeit zu tun.

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Niemand sagte einem, dass das Leben leicht sein kann. Selbst ich habe solche Sätze zu meinen Kindern gesagt und ihnen genau das Gleiche vermittelt. Verrückt oder?

Hast du dich selbst schon einmal gefragt, ob DU glücklich bist? Lebst du DEIN Leben, so wie du es dir wünschst?

 

Ich habe mir diese Fragen gestellt und das nicht zu knapp. Jedoch habe ich mein inneres Murmeltier nicht wahrgenommen, welches immer wieder auf alte Verhaltensweisen zurückgriff. Meine äußeren Einflüsse ließen mich oft in alltägliche unbewusste Routinen zurückfallen.

Ein typisches altes Verhaltensmuster war zum Beispiel, dass ich permanent funktionierte. Ich war durch meine alt bekannten Emotionen und äußeren Einflüssen wie fremdgesteuert. Immer nach dem Motto: zuerst alle anderen und zum Schluss ich. Doch zum ich kam es letztendlich nicht, weil ich abends viel zu müde ins Bett fiel. Tag für Tag, Jahr für Jahr. Irgendwann entdeckte ich, dass in mir viel mehr eine innere Leere existierte, statt pure Lebensfreude. Das machte mich sehr traurig und ich hatte keine Ahnung, wie ich das für mich ändern konnte. Zu groß waren die Erwartungen von Anderen an mich.

Nachdem ich das erkannt hatte, war es jedoch gar nicht so einfach die bestehenden Verhaltensweisen zu ändern. Es ist ein Irrglaube, dass man von heute auf morgen alles ändern kann. Klar wünschen wir uns das immer wieder, aber so funktioniert es leider nicht. Zumindest nicht, solange man nicht selbst in der eigenen Achtsamkeit lebt.

Mein Murmeltier kämpfte in der Zwischenzeit ums nackte Überleben. Anfänglich plagten mich Gewissenbisse und schlechte Gefühle gegenüber meinem Umfeld. Ich fühlte mich oft schuldig. Wie sollte ich ihnen erklären, dass ich von nun an zuerst für mich gut sorgen möchte und sie erst danach drankommen? Mir war nur eins klar. Ich wollte unbedingt herausfinden, was das mit dieser Achtsamkeit auf sich hat.

Ich habe mich daher viel mit dem Thema beschäftigt. Dabei habe ich für mich die sehr effektiven Fragestellungen entdeckt. Sie begeisterst mich total und ich möchte sie dir gerne ans Herz legen.

Will ich DAS wirklich? Will ich DAS, will ich DAS wirklich? Will ich DAS, will ich DAS, will ich DAS wirklich?

Unser Körper gibt uns umgehend die Antwort auf die oben genannte Fragestellung, auch wenn unser Verstand uns etwas anderes Einreden will. Probiere es einmal aus.

Fühlt es sich für dich leicht und beschwingt an, dann sagt dein Herz ja dazu. Fühlt es sich für dich schwer und bedrückend an, so sagt dein Herz nein.

Es zeigt dir sehr deutlich, ob dein von dir eingeschlagener Weg richtig oder ist. Wenn du dir diese Fragen immer wieder stellst, so kommst du damit in deine Achtsamkeit und kannst daraus neue Wege gehen. Dein Herz kennt den Weg. Erschaffe dir neue Lebensumstände und gute Gefühle.

Und ja, du darfst dafür sorgen, dass es dir gut geht. Du darfst glücklich sein.

Das hat nichts mit falschem Egoismus zu tun, sondern mit Selbstliebe und Selbstverantwortung. Wenn es dir gut geht, geht auch deinem Umfeld gut.

Wichtig ist nur, dass du dir dessen bewusst wirst. Es ist egal, was Andere darüber denken oder wie du dich ihrer Meinung nach Verhalten solltest. Es ist dein Leben! Du trägst dafür die Verantwortung und zwar jeden Tag aufs Neue. Erschaffe dir dein Leben, wie du es dir wünschst. Niemand kann dir das abnehmen.

Ich weiß genau, wie sehr deine ABER jetzt auftauchen. Natürlich weiß ich auch, dass immer wieder Zweifel oder äußere Umstände auftreten können, die dir möglicherweise Grenzen setzen. Vielleicht fühlst du dich von deinen Lebensumständen abhängig. Deine Kinder fordern alles von dir, dein Partner erhebt auch Ansprüche und dein Job für ist für deinen Lebensunterhalt dringend notwendig. Freunde und Verwandte wollen auch beachtet werden. Ich weiß wie es ist, Kinder alleine groß zu ziehen und dann auch noch voll arbeiten zu gehen. Den Haushalt nicht zu vergessen, der letztendlich auch noch geführt werden will. Da bleibt einem manchmal wenig Freiraum. Ich sage ja auch nicht, dass du alles gleich hinschmeißen sollst. Wenn du jedoch in deinem Leben nicht glücklich bist, liegt es in deiner Verantwortung, dies zu ändern.

Für deine Veränderung ist es wichtig, dass du nicht in Problemen, sondern in Lösungen denkst. Streiche als erstes den Satz aus deinem Kopf: „DAS geht nicht.“ Mein Vater sagte früher immer zu mir: „Geht nicht, gibt´s nicht!

Welche Möglichkeiten kannst du für dich umsetzen, damit du nicht täglich deinem Murmeltier begegnest?

Wie wäre es, wenn du dich daran erinnerst, dass du dich für deine Kinder, deinem Partner oder deinem Job entschieden hast?

Tipp: Um sich etwas bewusst zu machen, ist es sehr hilfreich, wenn man es sich aufschreibt.

Mache dir einige Zettel mit drei Spalten.

In der linken Seite schreibst du alles auf, was du zum Bespiel Positives mit deinen Kindern | Partnerschaft | Job u.v.m. verbindest. In der mittleren Spalte schreibst du dir alles auf, in welchen Bereichen du bestimmte Sachen nicht gut findest. In der rechten Spalte schreibst du dir alle Möglichkeiten auf, die du verändern kannst, damit sich die Punkte in der mittleren Spalte zum positiven hin verändern können.

Noch einmal: Denke in Lösungen, nicht in Problemen.

Setze dir keinen Grenzen in deinem Kopf, um etwas zu verändern. Du kannst Lösungen finden und falls du sie nicht von alleine findest, suche dir professionelle Hilfe im Außen, Gleichgesinnte – die dir wohlgesonnen und für dich wegweisend sind.

Übrigens: „Du darfst glücklich sein und dein Leben genießen.“ Die Frage ist nur: „Willst du es auch?“

Vielleicht fragst du dich, was aus meinem Murmeltier geworden ist?

Ich übe mich in der täglichen Achtsamkeit. In meinem Alltag habe ich kleine Rituale eingebaut, die mir guttun. Ich sage nein, wenn ich nein meine. Ich genieße die Kraft der Dankbarkeit. Ich konzentriere mich bewusst auf positive Dinge und erfreue mich daran.

Und falls ich doch wieder einmal im Strudel der Schnelllebigkeit unaufmerksam sein sollte, hinterfrage ich mich selbst.

Weißt du noch?

Will ich DAS wirklich? Will ich DAS, will ich DAS wirklich? Will ich DAS, will ich DAS, will ich DAS wirklich?“

Ich wünsche dir eine wundervolle Zeit mit dir und für dich.

Deine Katrin Behr

 

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