Ich liebe es, wenn ich mit der S-Bahn durch Berlin fahre. Das sind die seltenen Momente, um innerhalb von kurzer Zeit die Veränderungen der Stadt nur ansatzweise zu spüren. Wie ein kleines Kind schaue ich neugierig aus dem Fenster und lasse die Häuser, Parks und Straßen an mir vorbei rauschen.

Eigentlich wäre alles super, wenn da nicht die vielen Menschen mit ihren speziellen Gesichtsausdrücken wären und die mich zum Nachdenken anregen. Sie sehen fast alle traurig, frustriert, gestresst, unglücklich, unzufrieden, genervt, zornig, verbittert, müde oder teilnahmelos aus. Menschen die lächeln und glücklich im Zugabteil sitzen, scheinen fast eine ausgestorbene Spezies zu sein.

Für einen Moment schließe ich meine Augen und genieße die zärtliche Berührung meines Gesichtes durch die Sonne. Ich denke über die Menschen nach, die mit mir im gleichen Abteil sitzen. Sind diese Menschen im Außen der Spiegel meiner Seele?

Im S-Bahnfenster spiegelt sich mein Antlitz und ich sehe meine Lachfalten um meine Augen, aber auch, dass sich meine Mundwinkel leicht nach unten verschieben. Ich erkläre es mir mit der nachlassenden Elastizität meiner Haut. Vielleicht lache ich doch etwas zu wenig. Wie all die vielen Menschen um mich herum, habe auch ich viel zu tun.

Immer mehr erkenne ich, dass viele Menschen in einem Teufelskreis des Funktionierens (Gesellschaft, Beruf, Familie) stecken, mich eingeschlossen. Wie oft habe ich mir vorgenommen, wenn ich wieder einmal krank wurde: „Jetzt wirst du mal etwas mehr an dich denken und …“. Das hielt immer so lange an, bis ich wieder fit war und dann vergaß ich alle guten Vorsätze.

Ich hinterfrage mich regelmässig: Wann habe ich mir zuletzt eine persönliche Auszeit gegönnt, um zum Beispiel in eine Sauna zu gehen, mir eine Massage zu gönnen oder mich beim Friseur oder in einem Kosmetikstudio verwöhnen zu lassen? Wann war ich das letzte Mal im Kino? Wann war ich das letzte Mal mit Freunden in einer Bowlingbahn? Wann war ich das letzte Mal bei einem ausgedehnten Strandspaziergang? Wann war ich das letzte Mal in einem Museum? Wann war ich das letzte Mal in einem Theater oder in einem Musical? Was habe ich das letzte Mal mit Freunden Dart oder Billard gespielt? Wann habe ich das letzte Mal meinem Herz zugehört? Wann habe ich das letzte Mal mein Inneres Kind liebevoll in den Arm genommen?

Wir haben jetzt Dezember und manches habe ich mir nicht nur vorgenommen, sondern auch tatsächlich gemacht. In den letzten Monaten habe ich bereits einiges verändern können. Doch vorab musste ich mir bewusstwerden, was ich überhaupt will und was ich nicht mehr will.  Anfang 2016 war ich auf einer Transformationswoche von Robert Betz und diese Erlebnisse kann ich wärmstens empfehlen. Mir hat diese Woche sehr gut getan und geholfen. Ich traf viele wundervolle Menschen, mit denen ich bis heute noch in Verbindung stehe.  In den letzten Monaten habe ich viel für mich aufgearbeitet und meine Seele freute sich jedes Mal darüber, wenn ich ihr den „Sonntag“ schenke.

Wann und was hast du das letzte Mal für dich getan? Wonach sehnt sich deine Seele? Was bringt dein Herz zum singen?

Ich wünsche dir viele „Sonntage“ für deine Seele. Egal wie du es macht. Wichtig ist, dass du dich dabei gut fühlt.

In diesem Sinne wünsche ich dir eine schöne Zeit mit deiner Seele,

Namasté
Katrin

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